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Matthias Wörmann 

Unabhängige Finanz- und Anlageberatung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Jeder, der seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie durch seine Arbeitskraft bestreitet, sollte über eine Berufs­unfähig­keitsversicherung nachdenken und sich beraten lassen. Auch Schülern, Auszubildenden oder Studenten empfehle ich eine Berufs­unfähig­keitsversicherung abzuschließen.
Hierbei gilt: Je eher, desto besser! Schieben Sie diese Entscheidung nicht auf! Versicherungsgesellschaften lehnen Anträge oft schon bei geringen Vorerkrankungen ab, bzw. bieten Ihnen weniger günstige Konditionen an. Hat man bereits Vorerkrankungen, kann man eine Risikovoranfrage bei den Versicherungen stellen. Damit geht man kein Risiko ein und weiß anschließend, ob man ein BU-Versicherung bekommt.

Etwa jeder vierte Berufstätige wird noch vor Rentenbeginn berufsunfähig. Egal ob Lehrer, Angestellter oder Freiberufler, niemand ist vor diesem Risiko geschützt.

"Aber ich arbeite doch im Büro, was kann da schon passieren?"

Welche Folgen kann Berufsunfähigkeit haben?

Ohne den Schutz einer Berufs­unfähig­keitsversicherung bricht das finanzielle und soziale Gefüge im Falle einer Berufsunfähigkeit meistens vollständig zusammen. Es entfallen Einnahmen aus Lohn und Gehalt. Zusätzlich können weitere finanzielle Belastungen hinzukommen, wie medizinische Versorgung oder Betreuung. Diese finanzielle Lücke kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung schließen. Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind nur sehr gering! Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, erhalten nur noch eine zweistufige Erwerbsminderungsrente mit stark reduzierten Leistungen.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Diese Frage wird häufig zuerst gestellt, es sollte aber niemals allein nach dem Preis entschieden werden. Für den Beitrag sind verschiedene Parameter verantwortlich.

Das aktuelle Alter der zu versichernden Person

Grundsätzlich gilt die Regel, je eher Sie sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden, desto weniger werden sie im Laufe der Versicherungsdauer für Ihren Berufsunfähigkeitsschutz bezahlen. Nicht zu vergessen ist auch das Thema Vorerkrankungen. Denn auch hier gilt häufig, je jünger desto gesünder.

Wie lange gegen Berufsunfähigkeit versichern?

Statistisch gesehen steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Berufsunfähigkeit an. Daher ist es besonders wichtig den Versicherungsschutz für das gesamte Erwerbsleben abzuschließen. Der gesetzliche Rentenbeginn liegt aktuell bei 67 Jahren. Vor Alter 62 Jahren können Sie normalerweise keine gesetzliche Rente beantragen, und wenn dann nur mit hohen Abschlägen. Wer sich also nicht lange genug versichert, läuft Gefahr erhebliche Einbußen bei der Altersvorsorge in Kauf nehmen zu müssen. In diesem Punkt ist unbedingt eine persönliche Beratung erforderlich, da die Versicherung im Leistungsfall sonst nicht richtig wirken kann.

Der aktuell ausgeübte Beruf des Versicherungsnehmers

Wichtig: Wenn ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließe, versichere ich exakt den Beruf, den ich zum aktuellen Zeitpunkt ausübe. Die Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen haben nahezu alle möglichen Berufe klassifiziert und in bestimmte Risikogruppierungen eingeteilt. Akademische oder kaufmännische Berufe werden generell mit einem geringeren Risiko bewertet. In künstlerischen oder körperlich geprägten Berufen wird ein höheres Risiko gesehen. Diese Berufsgruppeneistufung bleibt dann über die gesamte Vertragslaufzeit bestehen, auch wenn ich meinen Beruf irgendwann mal wechseln sollte. Darum ist es superwichtig sich hier beraten zu lassen, um die optimale Berufsgruppe bei dem Versicherer zu finden. Das kann sich enorm positiv auf den notwendigen Beitrag auswirken.

Wie hoch sollte eine Berufsunfähigkeitsrente sein?

Diese Frage lässt sich nur sehr individuell beantworten. Im Fall einer Berufsunfähigkeit können eventuell einige der bisher üblichen Ausgaben reduziert werden. Ausgaben wie Miete, Krankenversicherung oder die normale Lebenshaltung lassen sich aber meistens nicht ohne Weiteres reduzieren. Daher empfehle ich als Faustregel ca. 75% - 80% des aktuellen Nettoeinkommens zu versichern. Fragen Sie sich selbst, welches monatliche Budget Sie unbedingt benötigen, wenn Ihr Einkommen dauerhaft wegfällt. Und vergessen Sie die Inflation nicht. Alles wird teurer und in der Regel steigt auch Ihr Einkommen im Laufe der Jahre an.

Kann ich mich mit Vorerkrankungen gegen Berufsunfähigkeit versichern?

Das kommt drauf an. Wer in den letzten 5 Jahren eine Psychotherapie hatte, eine schwere chronische Erkrankung hat oder schon mal ernsthaft erkrankt war, kann Schwierigkeiten bekommen. Das muss man aber individuell betrachten und da hilft die Erfahrung eines Beraters. Ein kurzes Telefonat gibt da schon eine erste Einschätzung und im Zweifel kann man eine Risikovoranfrage beim Versicherer durchführen

Bei manchen Vorerkrankungen kann daher ein Risikozuschlag verlangt werden, oder es wird eine Vorerkrankung ausgeschlossen. Darüber hinaus besteht dann aber voller Versicherungsschutz! Es lohnt sich auf jeden Fall das prüfen zu lassen!

Welche Gesundheitsfragen werden gestellt?

Neben den üblichen persönlichen Daten kommt den Gesundheitsfragen im Antrag eine besondere Bedeutung zu. Der Versicherer möchte gerne wissen, welche Vorerkrankungen es bei seinem zukünftigen Versicherungsnehmer gibt. Dazu werden im ambulanten Bereich Gesundheitsfragen bzgl. Behandlungen und Erkrankungen für die letzten 5 Jahre vor Antragstellung gestellt. Im stationären Bereich möchten die meisten Versicherer wissen, ob in den zurückliegenden 10 Jahren eine Behandlung im Krankenhaus stattfand. Auch Fragen zu einer psychotherapeutischen Behandlung werden von fast allen Versicherern für die zurückliegenden 10 Jahre gestellt.
Die korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen stellt für den Antragsteller die sog. vorvertragliche Anzeigepflicht dar. Wird diese durch eine falsche Beantwortung verletzt, kann der Versicherer unter Umständen bis zu 10 Jahre nach Antragstellung vom Vertrag zurücktreten. Tritt während dieser Frist eine Berufs­unfähig­keit ein, wird der Versicherer immer prüfen, ob bei der Antragstellung alle Angaben korrekt gemacht wurden.

Darum mein dringender Appell:

Beantworten Sie alle Gesundheitsfragen vollständig und richtig!

Geben Sie auch Bagatellerkrankungen wie z.B. kurzzeitige Infektionen oder einen Hexenschuss an.
Fragen Sie bei Ihren Ärzten nach, wenn Sie nicht mehr alle Erkrankungen und Behandlungen im Abfragezeitraum rekonstruieren können!
Privat Krankenversicherte können erfolgte Behandlungen über Ihre Rechnungen meistens gut nachvollziehen. Bei gesetzlich Krankenversicherten ist es sinnvoll, einen Auszug aus der Krankenakte vom Krankenversicherer anzufordern. Nicht selten finden sich darin unerwartete Diagnosen.
Besorgen Sie Atteste von bestehenden Vorerkrankungen.
Zu bestehenden oder ausgeheilten Erkrankungen wollen die Versicherer immer nähere Informationen haben. Mit dieser Vorarbeit beschleunigen Sie den Antragsprozess enorm. Wenn Sie im Krankenhaus waren, gibt es immer einen Entlassungsbericht.
Beantworten Sie nur wonach Sie konkret gefragt werden.
Die Anträge der Versicherer sind sehr unterschiedlich. Um hier keine Fehler zu machen, empfehle ich Ihnen die Hilfe eines Fachmanns. Der Teufel steckt hier oftmals im Detail.
Fazit:
Die Bedeutung des Antrages sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Ich unterstütze Sie gerne dabei!

Ärztliche Untersuchung bei BU-Renten über € 2.500,- monatlich
BU-Renten ab dieser Höhe erfordern in der Regel eine ärztliche Untersuchung. Diese wird vom Versicherer bezahlt und hat je nach Versicherer einen unterschiedlichen Umfang. Der Vorteil ist, dass Sie einen kostenlosen Gesundheitscheck erhalten. Wenn Sie Pech haben, wird aber bei dieser Untersuchung ein Befund erstellt, der bisher nicht bekannt war und für den Abschluss einer Berufs­unfähig­keitsversicherung nachteilig ist. Eine Lösung bei höheren BU-Renten kann die Aufteilung der BU-Rente auf mehrere Versicherer sein.

Was mache ich, wenn ich mir eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht leisten kann?

Wenn Ihr Budget die optimale Absicherung nicht hergibt, berate ich Sie gerne zu sinnvollen Gestaltungsmöglichkeiten, die Ihrer persönlichen Situation am ehesten gerecht werden. Es ist immer besser einen als keinen Schutz zu haben!

Wann leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die wichtigste Leistung der Berufs­unfähig­keitsversicherung ist die vereinbarte monatliche Rente, von dem Zeitpunkt an, ab dem Sie wegen eines Unfalls oder einer Erkrankung nicht mehr arbeiten können.
Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung zahlt in der Regel, wenn Sie Ihren ausgeübten Beruf zu mindestens 50% und für eine Dauer von mindestens 6 Monaten nicht mehr ausüben können. Eine gute Berufs­unfähig­keitsversicherung stellt bei der Bewertung des Grades der Berufs­unfähig­keit nur auf den tatsächlich zuletzt ausgeübten Beruf ab. Der Versicherer kann außerdem bei der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben, etwa beim behindertengerechten Umbau des Arbeitsplatzes, durch Einmalzahlungen bei Ende einer zeitlich begrenzten Berufs­unfähig­keit oder durch Assistance-Leistungen, die über die finanzielle Hilfe hinausgehen, helfen.

Kann ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhöhen?

Ja! Zum Beispiel durch Dynamisierung - also regelmäßige Erhöhung von Rentenansprüchen und Beiträgen - können Sie Ihren Berufs­unfähig­keitsschutz an steigende Lebenshaltungskosten und wachsenden Finanzbedarf anpassen. Der Beitrag erhöht sich beispielsweise leicht im Jahresrhythmus.
Bei den meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es auch eine sogenannte Nachversicherungsgarantie. So können Sie den bestehenden Schutz zum Beispiel bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Immobilienerwerb ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen, damit eine etwaige spätere BU-Rente Ihren gestiegenen finanziellen Bedürfnissen entspricht.

Bei wem kann ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Bei mir! Wenn Sie sich entschlossen haben, Ihr persönliches Berufs­unfähig­keitsrisiko privat abzusichern, sehen Sie sich einer Vielzahl von Anbietern mit einer kaum überschaubaren Anzahl von Produkten und Tarifen und unterschiedlichsten Preisen und Leistungen gegenüber.
Die Entscheidung für eine konkrete Berufs­unfähig­keitsversicherung sollten Sie deshalb nicht vorschnell treffen. Der Online-Abschluss einer Berufs­unfähig­keitsversicherung ohne fachkundige Beratung ist nicht zu empfehlen - das Thema ist zu komplex, es gilt viele Details zu beachten.
Als Versicherungsmakler helfe ich Ihnen auch im Leistungsfall schneller an Ihr Geld zukommen.

Tests in Verbraucherzeitschriften wie Finanztest und Co.

Haben Sie schon einmal vom "Eckrentner" gehört? Diese Person entspricht exakt dem Durchschnitt aller Rentner in Deutschland. Tatsächlich gibt es aber genau diese Person in der Realität nicht. Tests von Berufsunfähigkeitsversicherungen arbeiten ebenfalls mit unterschiedlichen Musterfällen. Von 100 Anfragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung, die ich bekomme, lässt sich maximal 1 Person in der Nähe dieses Musterfalls verorten. Bereits kleine Abweichungen in der Person können zu großen Änderungen bei der Produktempfehlung führen. Statische Tests können Ihnen somit allenfalls einen ersten Anhaltspunkt für Ihre Absicherung bieten.

Es entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten, wenn Sie sich fachkundig und anbieterunabhängig beraten lassen!

 


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