Matthias Wörmann - Consilium Finanzmanagement AG - Finanz- und Versicherungsmakler - Unabhängiger Finanzberater - Köln, Bonn, Rheinland - Altersvorsorge, Berufsunfähigkeitsschutz, Private Krankenversicherung, Risikoabsicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben?

Jeder, der seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie durch seine Arbeitskraft bestreitet, sollte über eine Berufs­unfähig­keitsversicherung nachdenken und sich beraten lassen. Auch Schülern, Auszubildenden oder Studenten empfehle ich eine Berufs­unfähig­keitsversicherung abzuschliessen.
Hierbei gilt: Sie sollten sich den Berufs­unfähig­keitsschutz sichern, solange Sie noch jung und gesundheitlich nicht beeinträchtigt sind. Schieben Sie diese Entscheidung nicht auf! Versicherungsgesellschaften lehnen Anträge oft schon bei geringen Vorerkrankungen ab, bzw. bieten Ihnen weniger günstige Konditionen an. Besonders zum Jahreswechsel werden die Tarife für Neuabschlüsse regelmäßig nach oben angepasst. Für junge Leute gibt es bei vielen Versicherungen Tarife für Berufsstarter, die in den ersten Jahren deutlich geringere Prämien haben, aber bereits den vollen Schutz bieten.

Etwa jeder vierte Berufstätige wird noch vor Rentenbeginn berufsunfähig. Egal ob Lehrer, Angestellter oder Freiberufler, niemand ist vor diesem Risiko geschützt. Aber ich arbeite doch im Büro, was kann da schon passieren?
Die Risiken für körperlich Tätige sind statistisch anders verteilt, als in typischen Büroberufen. Bei den "Büromenschen" sind es unter anderem Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Krebs, Nervenerkrankungen, Burn Out, Depressionen, etc.. Diese Liste läßt sich beliebig fortsetzen und niemand weiß vorher, ob es Ihn trifft. Jede dieser und anderer Erkrankungen kann massive Auswirkungen auf Ihre Arbeitsfähigkeit haben. Zum Glück gelingt oft nach einer längeren Krankheit durch Rehabilitationsmaßnahmen die Wiedereingliederung in den bisherigen oder einen anderen Beruf. Ohne den Schutz einer Berufs­unfähig­keitsversicherung bricht das finanzielle und soziale Gefüge in dieser Zeit meistens vollständig zusammen. Im Falle einer Berufsunfähigkeit entfallen Einnahmen aus Lohn und Gehalt. Zusätzlich können weitere finanzielle Belastungen hinzukommen, wie medizinische Versorgung oder Betreuung. Diese finanzielle Lücke kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung schließen. Das ist umso wichtiger, da die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung in den letzten Jahren deutlich reduziert wurden. Denn Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren wurden, erhalten nur noch eine zweistufige Erwerbsminderungsrente mit stark reduzierten Leistungen.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Diese Frage wird häufig zuerst gestellt, es sollte aber niemals allein nach dem Preis entschieden werden. Für den Beitrag sind verschiedende Parameter verantwortlich.

- Die Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente

Wie hoch sollte eine Berufsunfähigkeitsrente sein? Diese Frage lässt sich nur sehr individuell beantworten. Im Fall einer Berufsunfähigkeit können eventuell einige der bisher üblichen Ausgaben reduziert werden. Ausgaben wie Miete, Krankenversicherung oder die normale Lebenshaltung lassen sich aber meistens nicht ohne Weiteres reduzieren. Daher empfehle ich als Faustregel ca. 80% des aktuellen Nettoeinkommen zu versichern. Fragen Sie sich selbst, welches monatliche Budget Sie unbedingt benötigen, wenn Ihr Einkommen dauerhaft wegfällt. Und vergessen Sie die Inflation nicht. Alles wird teurer und in der Regel steigt auch Ihr Einkommen im Laufe der Jahre an.

- Das aktuelle Alter der zu versichernden Person

Grundsätzlich gilt die Regel, je eher Sie sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden, desto weniger werden sie im Laufe der Versicherungsdauer für Ihren Berufsunfähigkeitsschutz bezahlen. Nicht zu vergessen ist auch das Thema Vorerkrankungen. Denn auch hier gilt häufig, je jünger desto gesünder.

- Die gewünschte Versicherungsdauer

Statistisch gesehen steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit für den Eintritt einer Berufsunfähigkeit an. Daher ist es besonders wichtig den Versicherungsschutz für das gesamte Erwerbsleben abzuschliessen. Der gesetzliche Rentenbeginn liegt aktuell bei 67 Jahren. Vor Alter 62 Jahren können Sie normalerweise keine gesetzliche Rente beantragen, und wenn dann nur mit hohen Abschlägen. Wer sich also nicht lange genug versichert, läuft Gefahr erhebliche Einbußen bei der Altersvorsorge in Kauf nehmen zu müssen. In diesem Punkt ist unbedingt eine persönliche Beratung erforderlich, da die Versicherung im Leistungsfall sonst nicht richtig wirken kann.

- Der aktuell ausgeübte Beruf des Versicherungsnehmers

Die Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen haben nahezu alle möglichen Berufe klassifiziert und in bestimmte Risikogruppierungen eingeteilt. Akademische oder kaufmännische Berufe werden generell mit einem geringeren Risiko eingestuft. In künstlerischen oder körperlich geprägten Berufen wird ein höheres Risiko gesehen. Generell ist es im Zweifel immer besser, sich mit einem Makler auszutauschen, um die optimale Berufsgruppe bei dem Versicherer zu finden. Das kann sich enorm positiv auf den notwendigen Beitrag auswirken.

- Der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers

"Gesund ist nur derjenige, der noch nicht richtig untersucht wurde". Vielleicht kennen Sie dieses Zitat. Tatsächlich ist es natürlich so, dass sich mit fortschreitendem Alter auch das ein oder andere Zipperlein einstellt. Was für uns selbst im Moment kein großes Problem darstellt, kann für einen Versicherer eine erhebliche Bedeutung haben, da dieser ja viele Jahre in die Zukunft denken muss. Bei manchen Vorerkrankungen kann daher ein Risikozuschlag verlangt werden, der den Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung ungünstig beeinflusst. Näheres zu Vorerkrankungen finden Sie hier.

- Das Leistungspektrum der Berufsunfähigkeitsversicherung laut Versicherungsbedingungen 

Der Marktstandard von Berufsunfähigkeitsversicherungen ist mittlerweile sehr hoch. Dennoch gibt es Unterschiede in den Bedingungswerken, die im Leistungsfall einen erheblichen Unterschied ausmachen können. Bitte nutzen Sie das Angebot einer Beratung, um die für Sie beste Versicherung zu finden.

Wenn Ihr Budget die optimale Absicherung nicht hergibt, berate ich Sie gerne zu sinnvollen Gestaltungsmöglichkeiten, die Ihrer persönlichen Situation am ehesten gerecht werden.

Wann leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die wichtigste Leistung der Berufs­unfähig­keitsversicherung ist die vereinbarte monatliche Rente, von dem Zeitpunkt an, ab dem Sie wegen eines Unfalls oder einer Erkrankung nicht mehr arbeiten können.
Eine Berufs­unfähig­keitsversicherung zahlt in der Regel, wenn Sie Ihren ausgeübten Beruf zu mindestens 50% und für eine Dauer von mindestens 6 Monaten nicht mehr ausüben können. Eine gute Berufs­unfähig­keitsversicherung stellt bei der Bewertung des Grades der Berufs­unfähig­keit nur auf den tatsächlich zuletzt ausgeübten Beruf ab. Der Versicherer kann außerdem bei der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben, etwa beim behindertengerechten Umbau des Arbeitsplatzes, durch Einmalzahlungen bei Ende einer zeitlich begrenzten Berufs­unfähig­keit oder durch Assistance-Leistungen, die über die finanzielle Hilfen hinausgehen, helfen.

Kann ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhöhen?

Durch Dynamisierung - also regelmäßige Erhöhung von Rentenansprüchen und Beiträgen - können Sie Ihren Berufs­unfähig­keitsschutz an steigende Lebenshaltungskosten und wachsenden Finanzbedarf anpassen.
Bei den meisten Versicherungen gibt es eine sogenannte Nachversicherungsgarantie. So können Sie den bestehenden Schutz zum Beispiel bei Heirat, Geburt eines Kindes oder Immobilienerwerb ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen, damit eine etwaige spätere BU-Rente Ihren gestiegenen finanziellen Bedürfnissen entspricht.

Der Antrag und die Gesundheitsfragen

Neben den üblichen persönlichen Daten kommt den Gesundheitsfragen im Antrag eine besondere Bedeutung zu. Der Versicherer möchte gerne wissen, welche Vorerkrankungen es bei seinem zukünftigen Versicherungsnehmer gibt. Dazu werden im ambulanten Bereich Gesundheitsfragen bzgl. Behandlungen und Erkrankungen für die letzten 5 Jahre vor Antragstellung gestellt. Im stationären Bereich möchten die meisten Versicherer wissen, ob in den zurückliegenden 10 Jahren ein Behandlung im Krankenhaus statt fand. Auch Fragen zu einer psychotherapeutischen Behandlung werden von fast allen Versicherern für die zurückliegenden 10 Jahre gestellt.
Die korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen stellt für den Antragsteller die sog. vorvertragliche Anzeigepflicht dar. Wird diese durch eine falsche Beantwortung verletzt, kann der Versicherer unter Umständen bis zu 10 Jahre nach Antragstellung vom Vertrag zurücktreten. Tritt während dieser Frist eine Berufs­unfähig­keit ein, wird der Versicherer immer prüfen, ob bei der Antragstellung alle Angaben korrekt gemacht wurden.
Beantworten Sie alle Gesundheitsfragen vollständig und richtig!
Geben Sie auch Bagetellerkrankungen wie z.B. kurzzeitige Infektionen oder einen Hexenschuss an.
Fragen Sie bei Ihren Ärtzen nach, wenn Sie nicht mehr alle Erkrankungen und Behandlungen im Abfragezeitraum rekonstruieren können!
Privat Krankenversicherte können erfolgte Behandlungen über Ihre Rechnungen meistens gut nachvollziehen. Bei gesetzlich Krankenversicherten kann es sogar sinvoll sein, einen Auszug aus der Krankenakte vom Krankenversicherer anzufordern.
Besorgen Sie Atteste von bestehenden Vorerkrankungen
Zu bestehenden oder ausgeheilten Erkrankungen wollen die Versicherer immer nähere Informationen haben. Mit dieser Vorarbeit beschleunigen Sie den Antragsprozess enorm. Wenn Sie im Krankenhaus waren, gibt es immer einen Entlassungebericht.
Beantworten Sie nur wonach Sie konkret gefragt werden
Die Anträge der Versicherer sind sehr unterschiedlich. Um hier keine Fehler zu machen, empfehle ich Ihnen die Hilfe eines Fachmanns. Der Teufel steckt hier oftmals im Detail.
Fazit
Die Bedeutung des Antrages sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Ich unterstütze Sie gerne dabei

Ärztliche Untersuchung

BU-Renten über € 2.500,- monatlich
erfordern eine ärztliche Untersuchung. Diese wird vom Versicherer bezahlt und hat je nach Versicherer einen unterschiedlichen Umfang. Der Vorteil ist, dass Sie einen kostenlosen Gesundheitscheck erhalten. Wenn Sie Pech haben wird aber bei dieser Untersuchung ein Befund erstellt, der bisher niemandem bekannt war und für den Abschluss einer Berufs­unfähig­keitsversicherung nachteilig ist. Eine Lösung bei höheren BU-Renten kann die Aufteilung der BU-Rente auf mehrere Versicherer sein.

Bei wem eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen?

Wenn Sie sich entschlossen haben, Ihr persönliches Berufs­unfähig­keitsrisiko privat abzusichern, sehen Sie sich einer Vielzahl von Anbietern mit einer kaum überschaubaren Anzahl von Produkten und Tarifen und unterschiedlichsten Preisen und Leistungen gegenüber.
Die Entscheidung für eine konkrete Berufs­unfähig­keitsversicherung sollten Sie deshalb nicht vorschnell treffen. Der Online-Abschluss einer Berufs­unfähig­keitsversicherung ohne fachkundige Beratung ist nicht zu empfehlen - das Thema ist zu komplex, es gilt viele Details zu beachten.
Lassen Sie sich daher beraten, um Ihre persönliche Risikosituation zu analysieren und die Fülle der angebotenen Tarife zu ver­gleichen. Als Makler helfe ich Ihnen auch im Leistungsfall schneller an Ihr Geld zukommen.

Es entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten, wenn Sie sich fachkundig und anbieterunabhängig von einem unabhängigen Finanzberater beraten lassen!


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